Der Morlokhof mit Hauptgebäude, Backhaus und Leibgeding, den Brunnen, Bauerngärten und der historischen Hofpflasterung ist ein einmalig gut erhaltenes Hofensemble des nördlichen Schwarzwalds. Auch die Raumausstattung, Möbel und bäuerlichen Gerätschaften stammen aus dem 18., 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Weitere Informationen über die Geschichte und den Schatz des Morlokhofs finden Sie unten.

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Zeichn1  Bareiss

Der Nordschwarzwaldhof ist eine eigene, noch kaum erforschte Bauform, von der nur noch wenige Gebäude so original erhalten sind wie der Morlokhof. Kaum bekannt ist, dass Holzschindeln (genannt: “Landeren”) als Bedachung typisch waren für das Baiersbronner Tal. Unter dem Ziegeldach ist eine noch fast vollständige Schindelung erhalten, die von Holznägeln gehalten wird.

Es geschieht nicht alle Tage … dass sich die Geschichte in ihre Bücher schauen lässt. Aber auf dem über 300 Jahre alten Morlokhof, den Hotelier Hermann Bareiss vor anderthalb Jahren erwarb, geschah genau dies: Am Montag, den 17. Januar 2005, als mit den Restaurierungsarbeiten begonnen wurde, fand man unter Bohlen verborgen wertvolle Dokumente aus dem 18. Jahrhundert – und dies völlig unversehrt. Neben dem originalen Bauvertrag von Johann Georg Morlok aus dem Jahr 1789 fand man zahlreiche Handschriften von ihm, u.a. Rezepte und Schutzgebete, die Zeugnis geben vom Leben und Wirken der bekanntesten Heilerfamilie des Oberen Murgtals.

Dieser sensationelle und umfangreiche Fund belegt, dass der Erbauer und seine Nachfahren die Heilertätigkeit für Mensch und Vieh über einen Zeitraum von mindestens 200 Jahren (ca. 1750-1940) ausgeübt haben.

Fachleute sprechen von einem einmaligen Fall. So Dr. Martin Wenz, zuständig für Denkmalspflege am Regierungspräsidium Karlsruhe: “Der alte Morlok hat uns sein ganzes Wissen hinterlassen, Der Fund ist eine Sensation, aber auch eine schöne Bestätigung, dass der Erhalt des Hofs richtig war. In den Rezepten steckt ein bisher untentdecktes Potential. Morlok hat natürlich nicht richtig hochdeutsch geschrieben, sondern oft schwäbisch, z. B. die “Läber”. Und sein Latein ist ziemlich ungewöhnlich. Aber es ist erstaunlich, wie gebildet und weltgewandt er trotzdem war.”

Ein Fund wie dieser ist nicht nur für Historiker ein Schatz. Solche wertvollen originalen Informationen aus der Echt-, also der Entstehungszeit, dieser alten Nordschwarzwaldhöfe sind ausgesprochen rar.

Das Restaurierungskonzept sieht den vollständigen Erhalt und die sachgerechte, behutsame Sanierung der Bausubstanz, des unveränderten Raumgefüges und der aus zwei Jahrhunderten stammenden Einrichtung vor.

In den Stuben, Gewölbekellern, dem Heuboden und dem grossen Raum unter dem Schindeldach werden die Gäste ab Herbst 2005 die authentische Atmosphäre geniessen können, unter anderem auch mit Brot aus dem historischen Backofen und Wasser aus der hofeigenen Quelle.

Dachinn

Bauv1789

Plan

Schild