Richtfest: Schon nach 4 Tagen kann das Richtfest gefeiert werden

Die Krankenstation steht und neben der Frau des Präsidenten, die Schirmherrin des Projekts ist, sind auch die höchsten Würdeträger des Landes der Einladung gefolgt. Der Musikverein Stammheim spielt die Nationalhymnen, was sehr beeindruckend ist und unser Team  vollzieht ein traditionelles Richtfest samt Baum, Richtspruch und dem Glas, das am Boden zerschellt. Nachfolgend haben wir ein paar Bilder ausgewählt, um auch Sie an der tollen Stimmung teilhaben zu lassen: (bitte klicken Sie auf eines der Bilder, um eine vergrößerte Darstellung und weitere interessante Informationen zu erhalten)

 

Richtspruch:

Mit Gunst und Verlaub!

Mit Fleiß vom Morgen bis zur Nacht
ward dieses schöne Werk vollbracht.
Drum stellt die Axt beiseit ihr Zimmerleut
bei der Sanitätsstation in Nouakchott feiern wir das Richtfest heut.

Gegrüßt seid Ihr – die Ihr hier unten steht
und mit Freuden diesen schönen Bau beseht
den wir so glücklich nun zuweg gebracht
die Krankenstation – sie steht nun hier in ganzer Pracht.

Der Bau ist erstellt – aus Stein und aus Holz
der mauretanischen Bevölkerung zum Nutzen, der Gemeinde zum Stolz.
Es sind erstanden durch „Helfende Hände“
in festem Gefüge – das Dach und die Wände.
Verbunden und verzapft genau
nach Vorschrift ist der ganze Bau.
Und was das Holz hat hergegeben,
an Balken, Pfosten, Riegel, Streben
steht prächtig und im Lot, nach Handwerksregel und Gebot.

Verhallet sind des Beiles Schläge,
verstummt ist die geschwätzige Säge.
Drum preiset laut der Zimmermann
so gut wie er es eben kann
den herrlich schönen, stolzen Bau,
der sich erhebt zum Himmelsblau.
Der unter unser aller Hand
im Namen der Völkerverständigung
zu aller Freude hier entstand.

Wenn Gesundheit einem fehlt,
wenn Unmut ihn im Leben quält,
der komm getrost in dieses Haus,
gewiss geht er gesund hinaus.
Denn wer sich krank mal fühlt und matt,
komm nur hierher – sei’s was er hat.
Hier wird er fröhlich und gesund,
pausbäckig, rot und kugelrund.

Trotz Hitze, Durst und Sonnenbrand
kam sehr rasch dieses Werk zustand.
So mussten wir uns tüchtig schinden,
es war nicht Rast noch Ruh zu finden
bis dieses Baues schöner Plan nahm allenthalben Formen an.

Herr Fuchtel ließ nicht mit sich spaßen,
drum muss er heut auch Haare lassen.
Was ihm wohl auch so schwer nicht fällt,
denn im Politikgewerbe verdient man jede Menge viel Geld.

Nun ruft dies stolze Haus ins Land hinaus:
Die Zimmermannskunst stirbt nimmer aus!
Ehret das Werk, das mit Fleiß und Mühen
im Dienste für Heimat und Volk gediehen.

Bewahrt sei dieses Haus vor Sturm und Brand
vor Blitz und hohem Wasserstand.
Vor Krieg und anderer schwerer Not
vor Seuchen, Krankheit, jähem Tod.

Den Völkern allen Heil und Frieden
ein Jeder es genießen kann, was ihm beschieden.
Die Menschen, die hier gehen ein und aus
immer finden sollen „Helfende Hände“ in diesem Haus.
Drum heb ich jetzt mein Gläschen hoch:
Es mög in fernen Tagen noch
in diesem Haus, was goldeswert,
Gesundheit jedem sein beschert,
der seine Schritte hierher kehrt.

Der Organisation „Helfende Hände“ wünsche ich Glück und Wohlergehen,
mögen alle Mitarbeiter und Besucher in der Sanitätsstation
immer gute, sorgenfreie und vor allem gesunde Tage sehen.
Die Bauherrschaft, die Organisation Helfende Hände, vorweg die Vorstände
Frau Dr. Evelyn Herz und Herr Dr. Wolfgang Henne,
sowie der Initiator des Projekts, der Bundestagsabgeordnete,
Herrn Hans-Joachim Fuchtel, und der Kanzler Botschafter, Herr Lambrecht o
sie leben hoch, hoch, hoch.

Ein Prost nun auch dem ganz perfekten
und allbeliebten Architekten.
Der gut durchdacht und geistesscharf
den Plan für diese schöne Krankenstation entwarf.
Unser Architekt, Herr Elmar Scherzinger, er lebe hoch, hoch, hoch.

Und nochmals füll das Glas zum Rand,
das jetzt grüßen soll, den Handwerksstand,
all denen, die am Bau geholfen haben,
die fleißig gehämmert, gesägt und gegraben,
all die Helfer sowie die einheimische Bevölkerung auch,
sie leben hoch nach altem Brauch.
Die Handwerker und die Einwohnerschaft von Bagodine,
sie leben hoch, hoch, hoch.

Meister reich ein drittes Glas
nochmals muss die Stimm‘ ich heben:
Jeder beißt einmal ins Gras
darum lasst sie heute leben
die da Balken und Bretter trugen
und die Gebälk und Wände wohl gesetzt,
Sparren schleppten, s‘ Dach aufschlugen,
dass der Schweiß die Stirn genetzt.
Die Zimmerleute, sie leben hoch, hoch, hoch.

Nun trink ich noch auf das Wohl von Euch allen.
Gebt acht, das Glas wird hinunterfallen.
Hinunter ist gefährlich
für euch da herauf ist’s beschwerlich.
Drum laßt’s mich nicht lange bedenken.
Und diesen letzten Schluck hinunterschwenken.
Prosit allerseits.

Mein Spruch ist aus, die Flasche leer
hier oben gibt’s nun nichts zu trinken mehr.
Steh fest im Sturm und Strom der Zeit
Fest wie ein Fels du neues Haus
Glück und Freude mögen sich breiten
im Schutz dieses Daches aus.
Nun Glas zersplittere im Grunde
geweiht sei dieses Haus zur Stunde.